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Gemuesereste im Nanobecken

Nachdem nun jahrelang an der Verbesserung der Außenhaut unserer kleinen Chitinpanzerträger gearbeitet wurde, insbesondere was die Färbung angeht, gehen nun einige Halter in die Phase 2 der Hobby-Haustierforschung: Optimierung der Nahrungszusammenstellung. Leben in der Natur die Garnelen von Pflanzenresten, Bakterien, toten Tieren und hin und wieder mal von der einen oder anderen abgesprengten Hauthülle ihres Nachbarn, so werden die Krabbler nun auf frisches Obst, Gemüse und Teigwaren konditioniert. Da es nicht mehr ausreicht, eine Futterdose mit ausgewogenem Futter zu nehmen (deren Inhalt meist länger als für ein Jahr Futter pro Becken bietet), müssen sich die Garnelen nun an Teigwaren und Paprikaschoten gewöhnen.
Üblicherweise reichen eine handvoll Eichenblätter aus, um ein ganzes fressüchtiges Rudel für Wochen glücklich zu machen, doch wer in unserem Land wohnt, der sollte sich auch unseren Futtergewohnheiten anpassen. In der Natur ernähren sich die Garnelen mit energiearmer Kost. Dadurch wird ihnen auch nie langweilig, denn sind sie mit dem Abgrasen der veralgten Steine fertig, können sie gemütlich wieder von vorne anfangen.
Ich weiß nicht, wer mal auf die Idee gekommen ist, aber mittlerweile glauben viele, Garnelen benötigen eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung. Garnelen sind Allesfresser. Die würden auch an Marshmellows und Rindersteaks gehen… Also, liebe Hobbyforscher, nach oben ist noch Luft.

Ich habe mir jetzt eine Tüte Chips für meine gestreiften Mitbewohner geholt. Und das tolle, da steht sogar was mit Shrimps drauf. Na dann los Leute, Abdeckung auf und Guten Appetit…

Menschen an der ThekeNach einer jüngst veröffentlichten Studie des taiwanesischniederländischen Genitalforschers Ho den Saak zeichnet sich im Bereich der künstlichen Vergrößerung sekundärer männlicher Geschlechtsmerkmale offenbar eine kleine Revolution ab. Ursächlich hierfür scheinen Farbpigmente von Zwerggarnelen zu sein. Dieses deckt sich mit Ergebnissen der Universität Säckingen, die ebenfalls erfolgreich auf diesem Gebiet forscht.
Die ausschließlich männlichen Probanten wurden mehrere Tage vor ein 20 Liter-Garnelenbecken gesetzt, gefüllt mit einigen Hochzuchtgarnelen. Bereits nach kurzer Zeit setzte bei den Beoabachtern neben einem verstärkten Bartwuchs auch eine Veränderung im Genitalbereich ein. Es verhärtete sich der Verdacht, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Lustempfinden und den kleinen Chitinpanzerträger besteht. Vermutet wird, dass die farbigen Zeichnungen auf den Garnelen für einen erhöhten Ausstoß des Sexualhormons Testosteron bei den Versuchspersonen verantwortlich sind. Diese Wirkung ließ zwar nach wenigen Tagen deutlich nach, konnte durch Verändern der Farbpigmente an den Garnelen jedoch schnell wieder angeregt werden. Eine deutliche Steigerung männlicher Erregung konnte zudem beobachtet werden, als man die Probanden in dem Glauben ließ, sie selber seien für den Erfolg der Nachzuchten verantwortlich. Hierfür wurden z.B. Crystal Red Garnelen einige höherwertige Zebraheadspottedpandataiwannashorngarnelen beigegeben.
„Auffällig an dieser Studie sei,“ so der amerikanische Verhaltensforscher P. Ness aus Fall/US „dass dieser verstärkte Drang der Studienteilnehmer, auf diese Weise ihre Männlichkeit bestätigt zu wissen, bisher nur aus dem Kreise der Sportwagenfahrer bekannt war. Eine dauerhafte Veränderung von Potenz oder gar eine langfristige Vergrößerung von Geschlechtsteilen kann aus dem Stand heraus verneint werden“.

Quelle: MACHOFISCH, Das coole Männeraquaristikmagazin 1/2014

Als meine Garnelen von dieser Studie hörten, fielen einige vor Lachen aus der Haut.

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